Jets
Das Fauchen von Strahlturbinen und der dezente Geruch von verbrannten Kerosin. Sinneseindrücke, welche man eher einem großen Verkehrsflughafen zuordnen würde, findet man tatsächlich auch immer wieder auf Modellflugplätzen. Moderne, effiziente, zuverlässige und nicht zuletzt mittlerweile auch bezahlbare Turbinentechnik macht dies möglich.

Während die Turbinen früher noch überwiegend mit externen Hilfsmitteln wie Druckluft oder Gas angelassen werden mussten, übernimmt dies heute eine Vollautomatische Steuerung, welche die Turbine auf Knopfdruck in die entsprechende Startsequenz versetzt. Ist die nötige Drehzahl -meist durch elektrische Startmotoren- erreicht, wird die Richtige Menge Kerosin eingespritzt und entsprechend gezündet. Stabilisiert sich die Drehzahl, ist der Startvorgang abgeschlossen und der Flug kann beginnen. Gleiches gilt nach dem Flug. Die erforderlichen Nachlauf- und Kühlphasen werden unabhängig vom Piloten abgearbeitet und erleichtern das Handling ungemein. Moderne Turbinen liefern je nach Baugröße zwischen 10kg und 25kg Schub unter Volllast. Dies reicht locker aus, um auch große Modelle adäquat in die Luft zu bringen. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch der Verbrauch. Eine Turbine im mittleren Schubbereich genehmigt sich bei Vollgas auch gut und gerne mal um die 0,5l Kerosin pro Minute. Tankvolumen von 4 bis 5 Litern oder mehr sind also in einem Jet keine Seltenheit.


Fliegerisch verlangen die Jets dem Piloten jedoch einiges ab. Hohe Fluggeschwindigkeiten, großräumige Anflüge zur Landung und nicht zuletzt die turbinenbedingte kurze Verzögerung beim „Schub geben“ erfordern höchste Konzentration. Man muss dem Flieger immer einen Schritt voraus sein, um alle Konfigurationen wie das Ausfahren des Fahrwerks und das Setzen der Landeklappen im richtigen Moment, für die sichere Landung abzuschließen.


